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Die vier "großen" Geschäftsmodelle mit ihren Inputs und Outputs

Die Grafik Wie die Wiener Stadtwerke wirken zeigt eine Übersicht über die Wertschöpfungskette der Wiener Stadtwerke differenziert nach den sechs großen Kapitalarten. In der Folge werden die dahinter liegenden Geschäftsmodelle der Wiener Stadtwerke-Unternehmen mit ihren Inputs und Outputs dargestellt.

Für die Darstellung wurde eine von der Segmentberichterstattung im Geschäftsbericht leicht abweichende Clusterung der Konzernunternehmen gewählt: So wird das Segment Energie in zwei getrennte Modelle unterteilt, da für den regulierten Bereich der Energieverteilung (Wiener Netze) andere Rahmenbedingungen gelten als für den liberalisierten Bereich der Energieerzeugung und Energiedienstleistungen (Wien Energie, Wien Energie Vertrieb). Letzterer unterliegt vollständig dem Wettbewerb.

Im Segment Verkehr wurde der Güterverkehrsmarkt zwar ebenfalls für den Wettbewerb geöffnet. Da der Bahngüterverkehr (Wiener Lokalbahnen Cargo) in diesem Segment keine zentrale Rolle spielt, wird auf eine separate Darstellung verzichtet. Vielmehr werden die Segmente Verkehr (Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen) und Garagierung (WIPARK) gemeinsam im Geschäftsmodell Personenmobilität dargestellt.

Die Bewirtschaftung der Parkgaragen dient auch dem Ziel der Stadt Wien, den motorisierten Individualverkehr zugunsten des öffentlichen Personennahverkehrs zurückzudrängen. Neue Parkgaragen werden daher vor allem dort errichtet, wo ein Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel erleichtert werden soll.

Diese Darstellung sowie die Ableitung der jeweiligen Risiken aus Stakeholder-Sicht wurde in Zusammenarbeit mit den Nachhaltigkeitsbeauftragten der Wiener Stadtwerke erarbeitet.

Straßenbahn Linie 1 - © Wiener Linien / Manfred Helmer
Niederflurstraßenbahn der Linie 1

Risiken, die aus Stakeholder-Sicht gleichermaßen für alle Geschäftsmodelle der Wiener Stadtwerke bestehen, sind insbesondere die Themen Lieferantenauswahl, Compliance und Korruption, Arbeitsplatzbedingungen/Arbeitsschutz bei eigenen MitarbeiterInnen und bei beauftragten Unternehmen im Bereich Hoch- und Tiefbau, technische Dienstleistungen (Wartung, Instandhaltung, Service) und in der Vorlieferkette. Auch die Altersstruktur der Belegschaft stellt für mehrere Konzernunternehmen einen Risikoaspekt dar.

© Wiener Linien / Johannes Zinner
U-Bahn-Würfel Station Stephansplatz bei Nacht

Weitere übergreifende Aspekte sind Denkmalschutzanforderungen unter ökonomischen und Arbeitsschutzbedingungen sowie Cyber-Crime und Datenschutz. Um diese Risiken frühzeitig zu erkennen und auszuschließen, setzen die Wiener Stadtwerke auf bewährte Managementsysteme wie auf das bestehende Risikomanagement oder die zertifizierten Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltschutzsysteme, siehe „Der Management-Ansatz der Wiener Stadtwerke“

Beim Kauf von Produkten bestehen ebenfalls Risiken aufgrund der Vorkette. Diese können durch die Auswahl nach entsprechenden Positivkriterien, wie etwa Ökokauf Wien, reduziert werden.