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Geschäftsmodell Energieverteilung im Großraum Wien

Grafik: Geschäftsmodell von Wiener Netze 2015 mit Inputs und Outputs

Die Wiener Netze errichten derzeit ihre neue Unternehmenszentrale Smart Campus im 11. Wiener Gemeindebezirk. Die Übersiedlungen und Räumungen der alten Dienststellen sollen im ersten Quartal 2017 abgeschlossen sein.

Die wichtigsten Betriebsmittel sind Stromkabel und Freileitungen, Schaltanlagen und Transformatoren, Gas- und Leitungsrohre, Mess-, Steuer- und Regeltechnik wie Druckregler (Erdgas) und Gas- und Stromzähler (vor allem auch Smart Meter) sowie Hard- und Software.

Weiters steht ein innerbetrieblicher Fuhrpark aus Pkws und Nutzfahrzeugen zur Verfügung. Zu den bezogenen Betriebsmitteln zählen weiters auch Schutzausrüstung sowie Arbeits- und Dienstkleidung.

An Werkstoffen werden verschiedene Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe eingesetzt, wie Erdgas für den Selbstverbrauch (Warmwasser und Heizung für Gebäude) und die für den Gastransport erforderliche Vorwärmung, Strom für Kühlung, Werkstatt, Bau, Verwaltung, Treibstoffe (Diesel, Erdgas (CNG), Benzin) für den Fuhrpark sowie Beton und Holz (Künettenauskleidung).

An Fremdleistungen werden Bauleistungen (Hoch- und Tiefbau), geistige (Planer, Ingenieure, Architekten, Programmierer) und technische Dienstleistungen (Wartung, Instandhaltung, Reinigung) bezogen. Neben eigenen MitarbeiterInnen kommen zum Teil auch FremdarbeiterInnen (zum Beispiel auf Baustellen) zum Einsatz.

Das Geschäftsmodell im Detail

Das Geschäftsmodell der Wiener Netze sind Bau und Unterhaltung des Strom-, Gas-, Fernwärme- und Telekommunikationsnetzes in Wien.

Mit mehr als 23.500 km Stromnetz in Wien, Teilen von Niederösterreich und Burgenland, knapp 4.700 km Gasnetz in Betreiberverantwortung in Wien und Teilen von Niederösterreich, sowie Betrieb von 560 km Fernwärme-Primärnetz in Wien. Hinzu kommen 178.886 Fasernkilometer, welche 2.216 Kabelkilometer entsprechen, mit denen Wien Energie das größte rein auf Glasfaser basierende Netz Wiens betreibt.

Die wesentlichen Dienstleistungen der Wiener Netze sind die Installation und Instandhaltung von Strom- und Erdgasanschlüssen, die Instandhaltung des Fernwärme-Primärnetzes in Wien, Wartung, Vermessung, technische Überprüfung und weitere Dienstleistungen, die Bereitstellung von Sicherheit und Services (Gasnotruf, Stromstörungsdienst) sowie Einbau, die Instandhaltung und die Ablesung von Strom- bzw. Gaszählern. Der Roll-out der neuen Stromzähler (Smart Meter) erfolgt schrittweise gemäß den regulatorischen Vorgaben.

Bei der Netzbereitstellung und Durchleitung von Strom, Erdgas und Fernwärme in Wien und näherer Umgebung werden alle einschlägigen Sicherheits- und Umweltvorschriften eingehalten, auch dank der zertifizierten Managementsysteme. Nicht mehr betriebene Bauwerke sowie Schaltanlagen, Transformatoren, Anschlüsse, Druckregler, Zähler, Leitungen und Rohre werden fachgerecht demontiert, nutzbare Komponenten werden weiterverwendet, werthaltige Bestandteile rezykliert, nicht mehr nutzbare – ggf. nach Vorbehandlung – deponiert.

Aushubmaterial wird einer Wiederverwendung oder der Deponierung zugeführt. Baustellenabfälle werden ebenfalls recycelt oder entsorgt (Verbrennung, Deponie).

Neben Lieferantenauswahl, Compliance und Korruption, Denkmalschutzanforderungen unter ökonomischen und Arbeitsschutzbedingungen sowie Cyber-Crime und Datenschutz wurden als weitere relevante Risikoaspekte bei den Wiener Netzen die Arbeitsplatzbedingungen und die UVP-Tauglichkeit bei von dritter Seite erbrachten Bauleistungen (Hoch- und Tiefbau) identifiziert.

Hier setzen die Wiener Netze auf ihre zertifizierten Managementsysteme. So sind die Wiener Netze nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement), EN ISO 1090 (Errichtung von Stahltragwerken), EN ISO 3834 (Schmelzschweißen von Werkstoffen), ÖVGW QS GNB 200 (Qualitätsstandard Gasnetzbetreiber) und ONR 192050 (Compliance Managementsystem in der Hauptabteilung Netztechnik Gas und Fernwärme) zertifiziert.

Alle Zertifikate stehen auf der Website der Wiener Netze zum Download bereit.