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Versorgungssicherheit im Mobilitätssektor

Die Versorgungssicherheit beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) lässt sich vor allem am Erschließungsgrad und der Erreichbarkeit, aber auch anhand von Verfügbarkeit (Zuverlässigkeit), Pünktlichkeit und Anschluss-Sicherheit feststellen.

Der Erschließungsgrad wird nur in größeren Zeitabständen erhoben, da die Veränderungen nur gering sind. Nach Umsetzung der Ausbaumaßnahmen (Eröffnung U1-Süd) werden 2018 folgende Erschließungsgrade erreicht sein (Erreichbarkeit: 500 m Einzugsbereich U-Bahn und S-Bahn, 300 m Einzugsbereich Straßenbahn, Wiener Lokalbahnen, Bus und Regionalbus):

  • 99,8 % der Schulplätze
  • 96,4 % aller EinwohnerInnen
  • 95,4 % der Arbeitsplätze
  • 89,0 % der Wohnnutzfläche
  • 87,4 % der bebauten Fläche
  • 59,6 % der Gesamtfläche Wiens

Die Verfügbarkeit Wiener Linien (Anteil der erbrachten Zug- und Busnutzkilometer je Betriebszweig, unter Berücksichtigung von Fremdverschulden) liegt seit Jahren bei über 99 %. Die Pünktlichkeit (Anteil der pünktlichen Ankünfte unter Berücksichtigung von Fremdverschulden) liegt seit Jahren konstant bei oder über 98 % und die Anschlusssicherung im Spätverkehr (Blaufahrten) konstant bei nahezu 100 %.

Die nicht realisierten Anschlüsse werden zum Teil durch Verkehrsbehinderungen (z.B. durch Unfälle im Bereich des Individualverkehrs) verursacht.

Dank der hohen Qualität des ÖPNV in Wien konnte dessen Anteil am Modal Split in 2015 zum vierten Mal in Folge bei 39 % gehalten werden. Dabei wachsen die Fahrgastzahlen stetig. Inzwischen befördern die Wiener Linien knapp 940 Millionen Fahrgäste im Jahr.

Da die Bevölkerung weiter wachsen wird, muss auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel weiter gesteigert werden, um das Ziel von 40 % Anteil des ÖPNV am Modal Split in 2020 zu erreichen.

(c) WLB / Johannes Zinner
Badner Bahn © WLB / Johannes Zinner