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Soziale Teilhabe

Energie ist auch das Stichwort für den Smart City Wien-Aspekt soziale Teilhabe. Auch in Wien sind zahlreiche Menschen von Ausgrenzung bedroht. So können mehr als 100.000 Menschen in Wien ihre Wohnung nicht angemessen warm halten. Die Gründe sind oft vielfältig: sie sind arm, verfügen trotz Erwerbsarbeit über zu wenig Einkommen, oder sie sind krank oder verschuldet oder stecken in einer Krisensituation, oder alles zusammen.

Den Betroffenen drohen oftmals zudem Abschaltungen und Delogierung. Energieversorgungsunternehmen, insbesondere solche im Besitz der öffentlichen Hand, müssen sich ihrer Gemeinwohlverpflichtung bewusst sein und ihre benachteiligten KundInnen vor Energiearmut schützen.

Darum hat Wien Energie Anfang 2011 die Ombudsstelle für soziale Härtefälle eingerichtet, die gemeinsam mit sozialen Einrichtungen wie der Caritas Betroffenen hilft. Seit April 2011 hat die Ombudsstelle rund 15.000 Anfragen von Sozialeinrichtungen und KundInnen bearbeitet.

Unter anderem wurden seither 11.000 Haushalte betreut (betreute bzw. in Betreuung stehende KundInnen/Haushalte) und rund 300 PrePayment-Zähler montiert und auf freiwilliger Basis laufend betreut.

Und sie hat die Betreuung von 40 KundInnen mit lebenserhaltenden Maßnahmen im eigenen Haushalt übernommen. Im November 2015 hat die Ombudsstelle in Kooperation mit der MA 40 – Wiener Energieunterstützung – 90.000 Haushalten mit Mobilpass-BesitzerInnen in Wien Energieeffizienzpakete mit vier LED-Lampen und einem Wassersparset angeboten. Einen Monat später wurden zudem 6.500 solcher Sets an die Sozialmärkte des Hilfswerks übergeben.

Viele behinderte Menschen leiden mehr unter fehlenden Perspektiven und der eingeschränkten Teilnahme an der Gesellschaft als unter ihrer eigentlichen Einschränkung. Um Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit nicht-behinderten Menschen eine berufliche Perspektive zu schaffen und sie gemeinsam in die Gesellschaft zu integrieren, wurde 2004 die AfB mildtätige und gemeinnützige Gesellschaft zur Schaffung von Arbeitsplätzen für behinderte Menschen von Privatpersonen mit persönlichem Engagement gegründet.

Die Beschäftigten der AfB bereiten gebrauchte IT-Hardware, die ihr große Unternehmen überlassen, auf und vermarkten diese preiswert und mit Gewährleistung. Inzwischen beschäftigt die Gesellschaft insgesamt 140 Menschen, davon die Hälfte mit einer Behinderung. Um dieses als gemeinnützig anerkannte Integrationsprojekt zu unterstützen, haben die Wiener Stadtwerke 2015 eine Kooperationsvereinbarung mit der AfB über die kostenlose Überlassung nicht mehr benötigter IT-Hardware geschlossen.