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Barrierefreiheit bei den Wiener Linien
Barrierefreiheit bei den Wiener Linien
Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet Zugänglichkeit – sie ist ein Menschenrecht und wesentlicher Bestandteil der Daseinsvorsorge. Die Wiener Stadtwerke sorgen als Arbeitgeber für ein möglichst barrierefreies Arbeitsumfeld ihrer behinderten MitarbeiterInnen. Als Dienstleister der Daseinsvorsorge arbeiten sie beständig an der Ausweitung der Barrierefreiheit ihrer Dienstleistungen und schulen z.B. MitarbeiterInnen speziell in Sprechtechnik sowie Gebärdensprache.

Die Wiener Stadtwerke und ihre Konzernunternehmen verfügen alle – mit Ausnahme der Druckerei Lischkar – über barrierefreie Räumlichkeiten für den Kontakt zu den KundInnen, auch wenn hier im Einzelfall noch Optimierungspotenzial besteht. Der Standort der Druckerei Lischkar ist aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht barrierefrei. Gespräche mit gebrechlichen KundInnen werden in den Räumen der Buchbinderei im Erdgeschoß geführt. Von den 46 Friedhöfen sind acht noch nicht mit behindertengerechten WC-Anlagen ausgestattet.

Eine ausführliche Darstellung ist im Wiener Stadtwerke-Nachhaltigkeitsbericht 2013 enthalten.

Bislang verfügen nur die Wiener Linien über einen eigens für behinderte Menschen konzipierten Internetauftritt: wl-barrierefrei.at. Bei den Internetauftritten der anderen Unternehmen gibt es meist eine Schriftgrößen-Wahl für sehbehinderte Personen. Sie sind zudem geräteneutral programmiert, dass heißt, wenn blinde oder gehörlose Personen nicht den Standard-Browser verwenden, ist die Seite trotzdem nutzbar. 2016 wird der Internet-Auftritt der Wiener Stadtwerke barrierefrei gestaltet werden.

Die Wiener Linien arbeiten seit über 20 Jahren eng mit Behindertenverbänden und zuständigen Magistratsabteilungen zusammen. Ziel ist es, dass sämtliche Personen mit Handicap selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe den öffentlichen Verkehr nutzen können.

Unter dem Motto „Mobilität für alle“ wurden in den letzten Jahren viele Maßnahmen umgesetzt, die nicht nur Menschen mit Behinderung dienen, sondern auch anderen Fahrgästen der Wiener Linien wie z.B. Eltern mit Kinderwagen oder älteren Menschen.

So sind alle U-Bahnstationen und Fahrzeuge sowie sämtliche Busse der Wiener Linien für Gehbehinderte, RollstuhlfahrerInnen, Kinderwagen etc. barrierefrei zugänglich. Im Bereich der Straßenbahn sind knapp 60 % aller Triebfahrzeuge bereits barrierefrei, so dass in sechs von zehn Fällen mindestens ein barrierefreier Wagen zur Verfügung steht.

Die verbleibenden Hochflurstraßenbahnen, die derzeit noch in Betrieb sind, werden sukzessive durch neue und barrierefreie Straßenbahnen ersetzt.

2015 wurden zudem in den U-Bahn-Fahrzeugen der Typen V, T1, T, U11, U2 elektronische Türfühlerkanten sowie für hörbehinderte Fahrgäste eine Türschließleuchte eingebaut.

Alle Stationen der U-Bahn und der Unterflurstraßenbahnen sind barrierefrei und mit Aufzügen ausgestattet. Die Verfügbarkeit der Aufzüge beträgt konstant 98 %, die der Fahrtreppen 97 %. Fast alle U-Bahn-Stationen sind mit einem taktilen Leitsystem zur besseren Orientierung für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet, lediglich einige denkmalgeschützte Bereiche können erst sukzessive nachgerüstet werden.

MUSIP – der multisensuelle Infopoint der Wiener Linien mit Gebärdensprache-Videos, Hörverstärkeranlagen, Vorlesefunktionen, taktilen Planfeldern und Tasten zur barrierefreien Bedienung – wurde mit dem eAWARD 2015 ausgezeichnet und erhielt im März 2015 den Staatspreis 2015 in der Kategorie Wissen, Bildung, Nachrichten und Information.

Bei den Wiener Lokalbahnen sind von 24 Stationen 22 rollstuhlgerecht und 17 gesamt-barrierefrei (Blindenleitsystem und Rollstuhlgerechte Zugänge). Bis Ende 2019 sollen alle Bahnhöfe über Blindenleitsysteme verfügen. Der barrierefreie Umbau der Stationen Neu Guntramsdorf und Pfaffstätten Rennplatz bis 2016 und der Station Traiskirchen Lokalbahn bis 2019 ist jeweils im Plan.

Anzahl und Anteil der barrierefreien Niederflur-Fahrzeuge konnte 2015 weiter gesteigert werden. So nahm der Fahrzeugbestand für den Personennahverkehr um 1,7 % ab, wobei hier vor allem nicht barrierefreie Fahrzeuge ausgemustert wurden.

Da nur noch barrierefreie Neufahrzeuge beschafft wurden, nahm der Anteil der Niederflur-Fahrzeuge (absolut) um insgesamt 1,7 % (von 75,0 % auf 76,7 %) zu.

Niederflur-Fahrzeuge für den öffentlichen Personennahverkehr

* exkl. historische und externer Personenverkehr

Wiener Linien + Wiener Lokalbahnen 2015 +/- % 2014 2013
Wiener Linien - - - -
Fahrzeuge gesamt 2.030 -1,8% 2.067 2.071
U-Bahn-Wagen 880 -0,2% 882 858
Straßenbahntriebwagen 513 -1,2% 519 525
  • davon Niederflur
306 6,6% 287 269
Straßenbahnbeiwagen 186 -8,8% 204 219
Autobusse (Niederflur) 451 -2,4% 462 469
Wiener Lokalbahnen - - - -
Fahrzeuge gesamt 148 0,0% 148 160
Schienenfahrzeuge* 38 0,0% 38 38
  • davon Niederflur
14 0,0% 14 14
Autobusse 23 4,5% 22 24
  • davon Niederflur
19 11,8% 17 17
Kleinbusse 9-Sitzer 87 -1,1% 88 93
Reisebusse 0 - 0 5

 

Anzahl und Anteil Niederflurfahrzeuge

Wiener Linien + Wiener Lokalbahnen 2015 +/- % 2014 2013
Summe Fahrzeuge WL & WLB 2.178 -2% 2.215 2.231
davon Niederflur-Fahrzeuge 1.670 1% 1.662 1.627
Anteil Niederflur-Fahrzeuge 77% 2% 75,0% 73%
Wiener Linien  -  -  -  -
Anteil Niederflur-U-Bahn-Wagen 100,0% 0,0% 100,0% 100,0%
Anteil Niederflur-Straßenbahntriebwagen 60% 4% 55% 51%
Anteil Niederflur-Autobusse 100,0% 0,0% 100,0% 100,0%
Wiener Lokalbahnen  -  -  -  -
Anteil Niederflur-Schienenfahrzeuge 37% 0,0% 37% 37%
Anteil Niederflur-Autobusse 83% 5% 77% 71%