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Mobilität

Die Wiener Stadtwerke setzen bei der Versorgung des Großraums Wien mit Personenmobilität auf ein dicht ausgebautes Netz an öffentlicher Verkehrsinfrastruktur (vgl. Abschnitt Versorgungssicherheit: Die Interessen der Eigentümerin).

Der heute schon sehr hohe Erschließungsgrad und das umfangreiche Angebot der Wiener Linien und der Wiener Lokalbahnen schlagen sich in stetig steigenden Fahrgastzahlen nieder.

So betrug das Fahrgastaufkommen der Wiener Linien im Linienverkehr (Verbundtarif) 2015 rund 939 Millionen Fahrgäste – im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 0,8 %. Die Zuwächse sind vor allem auf die weiterhin steigenden Verkaufszahlen bei den Jahreskarten (+7,8 %) und Angebotsverbesserungen zurückzuführen.

Die Wiener Lokalbahnen konnten 2015 ebenfalls einen deutlichen Zuwachs des Passagieraufkommens im Bahnverkehr verzeichnen. Der Umfang der Bahntransporte ging 2015 hingegen auf 862.478 (2014: 904.881) Zugkilometer zurück.

Entwicklung des Fahrgastaufkommens

* Inkl. Fahrgäste aus dem Busverkehr (geschätzt), aber ohne Behindertenbeförderungen

Fahrgäste in Mio. 2015 +/- % 2014 2013
Wiener Linien 939,1 0,8% 931,2 900,0
Wiener Lokalbahnen* 15,1 3,4% 14,6 13,8
Gesamt 954,2 0,9% 945,8 913,8

Geleistete Platzkilometer

* Die Erhebungsmethode wurde 2014 geändert: Bisher wurde die Hochrechnung des VOR herangezogen, nun findet eine Eigenzählung statt. Der Wert für 2013 wurde angepasst. Zahlenangaben inkl. Fahrgäste aus dem Busverkehr (geschätzt), aber ohne Behindertenbeförderungen.

Platzkilometer in Mio. 2015 +/- % 2014 2013
Wiener Linien 19.765,7 1,5% 19.479,3 18.859,1
Wiener Lokalbahnen* 526,3 -0,2% 527,3 524,7
Gesamt 20.292,0 1,4% 20.006,6 19.383,8

 

Um die Fahrt mit dem öffentlichen Personennahverkehr noch attraktiver zu machen, setzen die Wiener Linien und die Wiener Lokalbahnen auf moderne und komfortable Fahrzeuge sowie weitere Angebote und Maßnahmen zur Erhöhung der KundInnenzufriedenheit.

Um die Qualität und den Komfort zu erhöhen, haben die Wiener Linien im Jahr 2015 ihre Straßenbahn-Niederfluroffensive fortgesetzt. Dabei wurden konventionelle Wagen durch ULFs ersetzt, sodass nunmehr 60 % der Straßenbahnen Niederflurfahrzeuge sind.

Der Anteil gefahrener Kilometer stieg durch den stärkeren Einsatz von ULF sogar noch höher und lag 2015 bei 70 %. Bis 2017 werden zudem weitere 30 Straßenbahnzüge der rekuperierfähigen Type ULF beschafft. Außerdem werden derzeit drei Stationen der Linie U6 – Alser Straße, Währinger Straße und Nußdorfer Straße – generalsaniert.

Die bereits begonnene Generalsanierung der Linie U4 (Stellwerke, Gleisanlagen, Videoanlagen) soll bis 2024 abgeschlossen sein. Das Informationsangebot für Fahrgäste wurde 2015 unter anderem durch die Neugestaltung der Umgebungspläne an den Stationen, der Streckeninformationen in Fahrzeugen und der Störungsinformation für Monitore sowie die Einführung eines schematischen Gesamtlinienplans erweitert.

Und an zehn Informations- und Ticketstellen (Südtiroler Platz-Hauptbahnhof, Karlsplatz, Praterstern, Schottentor, Westbahnhof, Stephansplatz, Landstraße, Meidlinger Hauptstraße, Floridsdorf, Erdberg) wird seit 2015 kostenloses WLAN angeboten.

Ein Pilotversuch für ein einheitlich auftretendes Serviceteam in den Stationen der Wiener Linien mit Fokus auf mehr Präsenz, bessere Fahrgastinformation und mehr KundInnenservice war so erfolgreich, dass die dauerhafte Einführung des Serviceteams geplant ist.

Die 2012 eingeführte Jahreskarte um einen Euro pro Tag hat die Wünsche der KundInnen genau getroffen. So ist die Anzahl der verkauften Jahreskarten von 373.000 Stück im Jahr 2011 auf knapp 700.000 Stück bis Ende 2015 angestiegen.

Grafik: Entwicklung der Jahreskarte der Wiener Linien

Als Antwort auf den Trend des multimodalen Mobilitätsverhaltens wurde 2015 die WienMobil-Karte eingeführt. Mit dieser kann man ganz einfach die Wiener Linien, die Wiener Lokalbahnen, die WIPARK-Garagen, die Tanke-Ladestationen von Wien Energie sowie die Partner Taxi 31300, 40100, 60160 und Citybike nutzen und bezahlen.

Die Wiener Lokalbahnen werden, um ihre Leistungsfähigkeit und den Komfort für die Fahrgäste zu erhöhen, eine neue Remise für die Badner Bahn sowie ein neues Betriebsgebäude (WLB-Zentrum) in Inzersdorf errichten. Mit den beiden neuen Gebäuden und der bestehenden Werkstätte konzentrieren die Wiener Lokalbahnen wichtige betriebliche Bereiche an einem Ort – das verkürzt Wege und Abläufe und setzt moderne Standards, um auch zukünftigen Anforderungen und Bedürfnissen optimal entsprechen zu können.

Mit dem Neubau stehen sowohl eine ausreichende Menge an Abstellflächen für die Triebfahrzeuge zur Verfügung als auch erstmals der entsprechende Platz für die geplante Anschaffung von modernen barrierefreien Fahrzeugen.

2016 werden die Wiener Lokalbahnen zudem vier Triebwägen der Badner Bahn mit WLAN ausstatten, um zu testen, wie das zusätzliche Service bei den Kundinnen und Kunden ankommt. Weitere Maßnahmen sind im Abschnitt Barrierefreiheit dargestellt.

WIPARK hat 2015 mit der Inbetriebnahme dreier neuer Garagen in der Seestadt Aspern dafür gesorgt, dass das Angebot, den öffentlichen Personenverkehr statt das Auto zu nutzen, erneut erweitert wurde. Auch hat WIPARK ihr Ticketing-System weiterentwickelt und konnte die Anzahl der Kurz- und Dauerparker 2015 gegenüber dem Vorjahr steigern. Um die KundInnenzufriedenheit weiter zu erhöhen, wird 2016 der Einfahrtsbereich der Garage Votivpark prägnanter und auffälliger gestaltet.

Kennzahlen Garagen und Stellplätze

* Die Beteiligung an der ungarischen Konzumparkolo wurde im Jänner 2015 veräußert.

WIPARK 2015 +/- % 2014 2013
Garagen im Eigentum 48 0,0% 48 40
Garagen Betriebsführung 19 -5,0% 20 20
Summe Garagen 67 -1,5% 68 60
Stellplätze im Eigentum inkl. Pacht 12.852 4,1% 12.346 10.430
Stellplätze Betriebsführung 7.212 4,6% 6.892 6.134
Summe Stellplätze 20.064 4,3% 19.238 16.564