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Frauen in "Männerberufen"? – Chancengleichheit und Gleichbehandlung! © Wiener Netze / Tucherl
Chancengleichheit und Gleichbehandlung

Zur Wiener Stadtwerke-Unternehmenskultur zählt auch der Grundsatz der Chancengleichheit und Gleichbehandlung unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Kultur, Religion oder sexueller Orientierung. Ziel der Wiener Stadtwerke ist, die besten, die qualifiziertesten MitarbeiterInnen zu finden und zu halten.

Frauen und Männer

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Die Wiener Stadtwerke sehen die Gleichbehandlung von Frauen und Männern als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Unternehmenskultur. In den Geschäftsfeldern der Wiener Stadtwerke sind allerdings traditionell mehr Männer als Frauen beschäftigt. Ziel ist es, den Frauenanteil – auch in Führungspositionen – weiter zu erhöhen.

Im Management der ersten und zweiten Ebene konnte der Frauenanteil von 12,2 % in 2007 auf 23,6 % in 2015 gesteigert werden, was fast einer Verdopplung entspricht. Bei Ausschreibungen höherwertiger Verwendungen werden laufend nachdrücklich Frauen eingeladen, sich zu bewerben. Der Anteil der Frauen bei Neuaufnahmen konnte 2015 um gut 9 % gesteigert werden.

1 Angaben, sofern nicht anders angegeben, jeweils inklusive Lehrlinge und KarenzurlauberInnen und Präsenzdiener (KuP)
2 Alle geschlechtsspezifischen Angaben sind exklusive EnergieAllianz Austria
3ohne Lehrlinge, aber mit KuP
4ohne KarenzurlauberInnen und Präsenzdiener

Frauenanteil im Konzern 1 2 2015 +/- 2014 2013
MitarbeiterInnen gesamt (FTE), ohne KuP Ø 16.097 0% 16.114 16.102
MitarbeiterInnen (FTE) gesamt Ø 16.257 0% 16.276 16.276
MitarbeiterInnen, gesamt (Köpfe, gerundet) 16.398 0% 16.404 16.369
Frauenanteil gesamt (Köpfe) 17% - 17,0% 17%
Frauenanteil im handwerklichen Bereich (Köpfe) 8% - 8% 9%
Frauenanteil im kaufmännischen Bereich (Köpfe) 31% - 31% 31,0%
Frauenanteil in 1. und 2. Managementebene 3 24% - 21% 19%
Neuaufnahmen (Anzahl) 956 -16% 1.140 1.099
Frauenanteil bei Neuaufnahmen 4 25% - 23% 22%
Anteil weiblicher Lehrlinge 21% - 21% 22%

Der Frauenanteil ist bei den Kollektivvertragsbediensteten (KV) und Lehrlingen am höchsten und bei den BeamtInnen am niedrigsten.  

1Inklusive KarenzurlauberInnen und Präsenzdiener und Lehrlinge

MitarbeiterInnen, Ø KÖPFE 1  2015 Männer Frauen Frauen %
Ø KOPF BeamtInnen 4.948 4.379 569 12%
Ø KOPF Vertragsbedienstete 2.956 2.496 460 16%
Ø KOPF KV 8.104 6.396 1.708 21%
Ø KOPF Lehrlinge 390 310 80 21%
Summe Wiener Stadtwerke Konzern 1 16.398 13.581 2.816 17%

Um den Frauenanteil im Unternehmen weiter zu heben, beteiligen sich die Konzernunternehmen der Wiener Stadtwerke regelmäßig am „Wiener Töchtertag“. Mädchen sollen hier gezielt für technische Berufe interessiert werden. 2015 nahmen 87 Mädchen (2014: 105) bei den Wiener Stadtwerken teil.

Die Wiener Stadtwerke legen auch besonderen Wert auf die Förderung weiblicher Lehrlinge im handwerklichen Bereich. Für ihr Engagement bei der Förderung weiblicher Lehrlinge wurden die Wiener Netze 2015 mit dem Preis der Initiative Sprungbrett – der amaZone 2015 – in der Kategorie Öffentliche und öffentlichkeitswirksame Unternehmen geehrt. 2015 wurden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um Frauenförderung und Gleichstellung zu verbessern

„Wiener Frauen Linien“

Im Jahr 2013 rief die kaufmännische Geschäftsführerin der Wiener Linien ein Frauennetzwerk für ihre weiblichen Führungskräfte und Potenzialträgerinnen ins Leben. Die zweimal im Jahr stattfindenden Netzwerk-Treffen ermöglicht und erleichtert ihnen ein Vernetzen und Kennenlernen und bieten zudem eine Plattform für den Informationsaustausch.

Interessante Vorträge dienen der Motivationssteigerung und fördern den Austausch untereinander. Zu den bisherigen Referentinnen zählen Tatjana Lackner, Gründerin der Schule des Sprechens, Brigitte Ederer, österreichische Industriemanagerin und ehemalige Politikerin sowie Aufsichtsratsvorsitzende der ÖBB, oder Edeltraud Hanappi-Egger, Rektorin der Wirtschaftsuniversität Wien.

„Wiener Frauen Linien“ – Frauenfest der Wiener Stadtwerke 2016 © Wiener Stadtwerke / Michele Pauty
„Wiener Frauen Linien“ – Frauenfest der Wiener Stadtwerke 2016 © Wiener Stadtwerke / Michele Pauty

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Ältere MitarbeiterInnen

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Das Durchschnittsalter der Beschäftigten der Wiener Stadtwerke lag 2015 bei 42,9 (2014: 42,5) Jahren. In den nächsten zehn Jahren werden gut 2.400 MitarbeiterInnen das Unternehmen altersbedingt verlassen. Die Wiener Stadtwerke sehen ihre älteren MitarbeiterInnen aufgrund ihrer Erfahrung und ihres Wissens als eine Bereicherung.

Um sie im Unternehmen zu halten und ihnen einen längeren Verbleib zu ermöglichen, unternehmen die Wiener Stadtwerke daher verschiedene Maßnahmen zur Weiterqualifikation, Arbeitsorganisation und Gesundheitsförderung. So wurde bei den Wiener Linien für alters- oder krankheitsbedingt dauerhaft dienstunfähige MitarbeiterInnen eine eigene Organisationseinheit gegründet. Dort werden diese MitarbeiterInnen wieder an neue Jobs, die ihrer leistungsgewandelten Situation entsprechen, herangeführt und, sofern notwendig, entsprechend vorbeireitet und ausgebildet.

Grafik: Altersverteilung nach Altersgruppen

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MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund

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Bei den Wiener Stadtwerken arbeiten zahlreiche Menschen, die selbst oder deren Familien aus anderen Ländern stammen. Daten zum Migrationshintergrund werden im Unternehmen aber nicht systematisch erhoben, da diese kein Auswahl- oder Bewertungskriterium darstellen. Wichtig sind vielmehr die Kompetenzen, die die MitarbeiterInnen mitbringen.

Als Beitrag zur Integration von Flüchtlingen wurden im Herbst 2015 sechs zusätzliche Lehrstellen bei den Wiener Stadtwerken für junge MigrantInnen geschaffen. Vier dieser Lehrlinge absolvieren immer noch ihre Ausbildung zur Bürokauffrau (Wiener Stadtwerke- Konzernleitung und Wiener Netze), zum Kfz-Techniker (Wiener Linien) bzw. zum Sanitär- und Klimatechniker (Wiener Netze).

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Behinderte MitarbeiterInnen

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Die Wiener Stadtwerke sind bestrebt, Menschen mit Behinderung den Zugang zu einer Beschäftigung zu ermöglichen und MitarbeiterInnen, die im Laufe ihrer Beschäftigung bei den Wiener Stadtwerken eine Behinderung erhalten haben oder bei denen gesundheitliche Einschränkungen eingetreten sind, mit geeigneten Arbeitsplätzen im Arbeitsprozess zu halten.

In Folge dessen werden manche für Menschen mit Behinderung potenziell geeignete Tätigkeiten bei den Wiener Stadtwerken durch ältere oder eingeschränkt belastbare MitarbeiterInnen ausgeübt. Gleichwohl konnte der Anteil der Beschäftigten von nach Behinderteneinstellungsgesetz (mit Feststellungsbescheid) begünstigten Behinderten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

MitarbeiterInnen, Ø FTE 2015 +/- 2014 2013

1 exkl. KarenzurlauberInnen, Präsenz- und Zivildiener und Lehrlinge

Summe Wiener Stadtwerke Konzern 1 15.707 0% 15.726 15.700
  • davon begünstigte Behinderte
388 3% 377 360
Quote an behinderten Beschäftigten 1 3% - 2% 2%

 

 

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