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Flexible Arbeitszeitmodelle

Diagram: Teilzeitnutzung durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Wiener Stadtwerke arbeiten intensiv an neuen Arbeitszeitmodellen, die im Einklang mit den Bedürfnissen der unterschiedlichen Berufs- und Lebensphasen der MitarbeiterInnen und dem Unternehmen stehen. Dabei ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur für Frauen, sondern gleichermaßen auch für Männer herzustellen.

Mit dem neuen Kollektivvertrag wurden auch zwei neue Zeitmodelle verhandelt: ein Gleitzeitmodell und das sogenannte „Baukastenmodell“.

In der Gleitzeit können die MitarbeiterInnen ihre Arbeitszeit innerhalb definierter Grenzen selbst einteilen.

Das „Baukastenmodell“ ist als Jahresdurchrechnungsmodell gestaltet und bietet vor allem in den Berufsgruppen der „Technik“ die Möglichkeit, die Arbeitszeit durch Wahl eines entsprechenden „Bausteines“ bedarfsgerecht zu gestalten (beispielsweise 45 Stunden verteilt auf Mo–Fr, oder 32 Stunden verteilt auf Mo–Do).

Eine weitergehende Flexibilisierung kann in diesem Modell noch dadurch erreicht werden, dass innerhalb eines bestimmten Rahmens Normalarbeitsstunden von bereits eingeteilten „Bausteinen“ auch kurzfristig umverteilt werden können.

Diese Zeitmodelle sind daher optimal auf das neue Entlohnungsmodell abgestimmt und lassen den Aufbau von Zeitguthaben zu, die auch den MitarbeiterInnen gewisse Freizeitoptionen ermöglichen.

Die Wiener Linien sind zudem seit kurzem mit dem Siegel Beruf und Familie zertifiziert, welches eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bescheinigt.

Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten die Wiener Stadtwerke ihren MitarbeiterInnen auch die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung. Der Anteil der MitarbeiterInnen, die davon Gebrauch machen, davon rund ein Fünftel männliche Beschäftigte, lag 2015 bei 2,4 % (bezogen auf Gesamtpersonal inklusive Lehrlingen, KarenzurlauberInnen und Präsenzdiener).

Die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung wird jedoch – insbesondere von den weiblichen MitarbeiterInnen – gerne genutzt.

Weiters bieten die Wiener Stadtwerke frisch gebackenen Eltern ein Karenzmodell, das sogenannte Babymonat. Je nach Umständen des Einzelfalls (Ehe, verschieden- oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft) können die MitarbeiterInnen bis zu vier Wochen bei ihren neugeborenen bzw. in Adoption oder in unentgeltlicher Pflege genommenen Kindern zuhause bleiben.

Voraussetzung: Eltern und Kind leben im selben Haushalt. Zwar entfallen die Bezüge während des Babymonats (Karenzierung) und auch die Beitragsleistung zur Pensionskasse ruht, diese kann aber seitens des Mitarbeiters/der Mitarbeiterin weiterbezahlt werden.

Für die Kollektivvertrag-Bediensteten übernehmen die Wiener Stadtwerke zudem freiwillig die während der Karenz anfallenden Sozialversicherungsbeiträge (Dienstnehmer- und Dienstgeberanteil). Der daraus resultierende geldwerte Vorteil muss allerdings in Abzug gebracht werden.

Ein weiterer Aspekt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der Pflegebedarf naher Angehöriger. Hier bieten die Wiener Stadtwerke eine Pflegekarenz oder eine Pflegeteilzeit für maximal drei Monate. Zur Wahl stehen dabei eine Freistellung von der Arbeitsleistung (Pflegekarenz) oder eine Herabsetzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit (Pflegeteilzeit) gegen Entfall bzw. Aliquotierung des Entgelts. Ein umfassendes Informationsangebot im Intranet bietet hier ebenfalls Unterstützung.

© Wiener Stadtwerke / Michele Pauty
Flexible Arbeitszeitmodelle für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter © Wiener Stadtwerke / Michele Pauty