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Doppelte Verantwortung beim Energiesparen

Einer der entscheidenden Ansatzpunkte für Klimaschutz ist die Senkung des Energieverbrauchs. Den Wiener Stadtwerken kommt dabei eine doppelte Verantwortung zu: Zum einen für den eigenen Energieverbrauch, zum anderen für Maßnahmen, die unseren KundInnen beim Energiesparen helfen.

Die Reduzierung des Energieverbrauchs ist eine der Voraussetzungen zum Erreichen der österreichischen und internationalen Klimaschutzziele, denn so können die Emissionen klimaschädlicher Gase mittel- und langfristig auf ein tragfähiges Niveau gesenkt werden.

Eigenen Energieverbrauch senken

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Um den eigenen Energieverbrauch zu senken, nutzen wir modernste Technik bei unseren Anlagen, Fahrzeugen und Maschinen, etwa im Verkehr und der Verwaltung.

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Energieeinsparung im Verkehrssektor

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Im Verkehrssektor lässt sich bislang der größte Beitrag zum Klimaschutz durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs erreichen, weil dieser deutlich energieeffizienter ist als Fahrten mit dem Pkw. Immerhin benötigt der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Wien nur knapp 6 Prozent des Energieeinsatzes für motorisierten Verkehr (inkl. Schwerverkehr) in Wien. Dabei ist der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (28 Prozent) am Modal Split deutlich niedriger als der der Öffis (39 Prozent). Hierzu siehe auch unsere Seite zum Modal Split.

Dennoch gilt es auch bei den Verkehrsunternehmen selbst, den Energieverbrauch weiter zu senken.

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Geschwindigkeit optimieren, Bremsenergie nutzen

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Da der Antrieb der U-Bahn und der Tram den größten Anteil am Stromverbrauch der Wiener Stadtwerke ausmachen, liegen hier auch die größten Einsparpotenziale. So kann etwa durch eine computerunterstützte Optimierung der Zuggeschwindigkeit Strom gespart werden. Dabei wird bei Zügen, die durch einen schnellen Fahrgastwechsel Zeit gewonnen haben, die Geschwindigkeit leicht gedrosselt. So benötigen die Züge weniger Energie, kommen aber trotzdem pünktlich an.

Alle neuen Schienenfahrzeuge (U-Bahn und Straßenbahn) sind bereits mit Energierückspeisung (Rekuperation) ausgestattet. Rekuperation bedeutet, dass beim Bremsen die Bewegungsenergie wieder in elektrische Energie gewandelt und wieder ins Stromnetz eingespeist wird. Die vorhandenen Garnituren (U-Bahn-Type U und Straßenbahn-Type E2) werden schrittweise umgerüstet.

Bei den Wiener Lokalbahnen (WLB) ist die Fahrzeugreihe TW 400 bereits seit dem Jahr 2000 mit Rückspeisung ausgestattet. Die Nachrüstung der alten Fahrzeuge TW 100 würde nicht wirtschaftlich umsetzbar sein.

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Energieeffizienz mit LED

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Da in den U-Bahn Stationen ständig Licht brennen muss, werden die Entwicklungen bei der Beleuchtungstechnik von den Wiener Linien systematisch beobachtet. So hat man 2011 festgestellt, dass es nun praktikable und ökonomisch interessante LED-Leuchten gibt, mit denen die herkömmlichen Neonröhren ersetzt werden können.

Daraufhin wurde zunächst ein Feldversuch durchgeführt, nicht nur um Erfahrungen zu sammeln, sondern auch um eine TÜV-Prüfung vornehmen zu lassen. Von nun an setzen die Wiener Linien wo sinnvoll machbar auf LED. Im Rahmen der U1-Sanierung wurden 2012 die Stationen von Stephansplatz bis Reumannsplatz bereits auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Im Jahr 2013 wurde die ganze Linie U3 auf LED umgestellt. Als nächstes wird die gesamte Linie U4 im Zuge der Sanierung mit LED-Beleuchtung ausgestattet.

Die neuen LED Tubes haben folgende Vorteile:

  • 50% Energieeinsparung
  • Doppelte Leuchtkraft
  • Längere Lebensdauer (→ Wartung)

Auch andere Unternehmen der Wiener Stadtwerke stellen auf LED um. Die Bestattung und Friedhöfe Wien haben die Leuchten in Aufbahrungshallen ausgewechselt. In der Druckerei Lischkar wurden alle Leuchtmittel auf LED umgestellt. Wien Energie (Bereich Fernwärme) tauschte im Jahr 2013 rund 8.000 Neonleuchten mit LED Tubes aus und spart seitdem rund 100.000 EUR pro Jahr. Investitionen waren nicht erforderlich, die Beleuchtung wird geleast. Die Wiener Netze installieren am Standort Smart Campus Bewegungsmelder zur effizienten Steuerung der Beleuchtung und wollen bis 2017 rund die Hälfe der Leuchtmittel durch LED-Beleuchtung ersetzen.

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Energieverbrauch in der Verwaltung senken

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Auch in der Verwaltung wollen wir unseren Energieverbrauch reduzieren. Dazu installieren wir in unseren Gebäuden moderne Anlagen, die Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär zentral regeln und so Einsparpotenziale ausnutzen. Bei der Errichtung des Rechenzentrums Simmering im Jahr 2010 hat WienIT die neuesten Energieeffizienzansätze implementiert (Green IT). Auch die Eröffnung des modernen, energieeffizienten Datacenters Floridsdorf (FloriDA) samt der Schließung des alten WienIT-Rechenzentrums Pelikangasse tragen zur Steigerung der Energieeffizienz bei. Am Standort Kagran (Wiener Netze) verbraucht das 2012 errichtete Betriebsgebäude 50% weniger Energie als das alte Gebäude. Das neue Gebäude ist optimal gedämmt und verfügt über Dreifach-Verglasung und thermische Bauteilaktivierung.

Die Konzernzentrale der Wiener Stadtwerke in TownTown ist mit einer Betonkernaktivierung ausgestattet. Durch in die Bausubstanz eingezogene Rohre fließt Wasser, das sich bis aufs Grad genau temperieren lässt. Weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz sind die energetischen Optimierung der Gebäudegeometrie und -fassade und die Nutzung von Fernkälte, Regenwasser und des Abwärmepotentials mittels Wärmerückgewinnung. Dadurch können die Energiekosten auf bis zu 40% im Vergleich zu bis dato üblichen Klimatisierung von Bürogebäuden gesenkt werden. Allerdings gibt es auch gegenläufige Trends: die Ausstattung mit Beamern, die Nachrichtenscreens und auch die Leuchtschrift an der Außenfassade verursachen einen nennenswerten Stromverbrauch.

Einen wichtigen Schritt bei der Steigerung der konzernweiten Energieeffizienz bildet auch der Bau der neuen Unternehmenszentrale der Wiener Netze, Smart Campus. In allen Phasen, von Planung über Bau und Betrieb, wurden ökologische Kriterien berücksichtigt und auch die Anbindung an den ÖPNV sowie der interne Betriebsverkehr wurde unter Effizienzgesichtspunkten optimiert. Das Projekt wurde 2013 von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) mit dem Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet. Der Smart Campus wurde im Sommer 2016 eröffnet.

Die Wiener Linien errichten drei Betriebsgebäude in energieoptimierter Bauweise (Entwerterwerkstätte Bahnhof Simmering, Großstrecke West in Rudolfsheim, Hauptwerkstätte Simmering).

Der Unternehmensbereich Bestattung und Friedhöfe Wien hat in seinem neuen Verwaltungsgebäude eine Wärmerückgewinnungsanlage und ein FreeCooling-System installiert sowie eine Solarthermieanlage für Warmwasser im neuen Werkstättenzentrum errichtet.

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Energieverbrauch bei den KundInnen senken

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Wir tragen auch dazu bei, dass bei unseren KundInnen Energie gespart wird. Mehr dazu auf unserer Seite Produkte & Dienste.

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