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Energie aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse

Die Wiener Stadtwerke nutzen zur Energieerzeugung auch Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Der noch kleine Bereich wird nun ausgebaut. Bis 2030 soll die Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien auf 50 % der Gesamterzeugung erweitert werden. Für Strom lautet das Ausbauziel mindestens 30 %, bei Finanzierbarkeit 50 % der Gesamterzeugung von Wien Energie.

Wasserkraft

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Mit unseren Wasserkraftwerken Opponitz, Gaming 1 und 2 und Trumau erzeugen wir seit Jahrzehnten Strom aus erneuerbaren Energien. Hinzugekommen sind seit 2005 das Kleinwasserkraftwerk Nussdorf und eine Beteiligung an den Innkraftwerken in Bayern (13 Anlagen). Der größte Anteil unserer Erzeugung aus Wasserkraft kommt aus den Bezugsrechten an den Donaukraftwerken Greifenstein und Freudenau.

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Windkraft

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Der erste Schritt in die Nutzung der Windenergie erfolgte 1997 mit der Errichtung unseres ersten Windrads (0,2 MW) auf der Donauinsel. Seitdem wurde eine ganze Reihe von weiteren Windparks in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerunternehmen gebaut. Beispielsweise hat die EVN-Wien Energie Windparkentwicklungs- und Betriebs GmbH & Co KG im Jahr 2013 in Glinzendorf neun Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 18 Megawatt errichtet. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

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Biomasse

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Die vermehrte Nutzung von Biomasse ist nicht unkritisch. Zwar können durch Biomassekraftwerke fossile CO2-Emissionen eingespart werden, andererseits bestehen aber auch Gefahren – etwa für die Nahrungsmittelproduktion oder die biologische Vielfalt. Die Wiener Stadtwerke setzen bei der Nutzung von Biomasse deshalb nicht auf Energiepflanzen, sondern auf Waldholz, das davor aus wirtschaftlichen Gründen kaum genutzt wurde. Dazu gehören zum Beispiel Dünnholz, Kappholz und Äste.

Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten haben wir 2006 am Standort Simmering das seinerzeit größte Wald-Biomassekraftwerk in Europa errichtet. Es kann rund 48.000 Wiener Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Für eine vergleichbare Strom- und Wärmeerzeugung in Kraftwerken würde man rund 72.000 t Steinkohle oder rund 47.000 t Heizöl verbrauchen. Durch das Wald-Biomassekraftwerk können so 144.000 t CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden. Mehr zu unserem Wald-Biomassekraftwerk erfahren Sie unter www.biomassekraftwerk.at.

Unser Unternehmen Energiecomfort betreibt sieben Biomasse-Heizwerke für Ortswärmenetze. Sie befinden sich in Grän, Seefeld, Tannheim, Trumau und Oberstaufen (D), Nove Zamky (SK) und Presov (SK). Mittlerweile steigt in diesen Orten die Nachfrage nach Anschlüssen, daher werden die Kapazitäten der Anlagen und die Netze ausgebaut. 

Das Biomasse-Heizwerk in Oberstaufen (D) wurde 2010 um eine KWK-Stufe erweitert. KWK (Kraft-Wärme-Kopplung) stellt bei Biomasseanlagen eine technische Herausforderung dar, denn diese kleinen Feuerungsanlagen arbeiten im Vergleich zu großen Kraftwerken auf einem deutlich niedrigeren Temperaturniveau. So ist das zur Verfügung stehende Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle (Rauchgas) und Wärmesenke (Wasser) in der Regel zu niedrig, um eine Turbine mit Wasserdampf zu anzutreiben. Daher kommt in Oberstaufen das sogenannte ORC-Verfahren (Organic Rankine Cycle) zum Einsatz. Dabei wird statt Wasser eine andere Flüssigkeit mit niedrigerem Siedepunkt eingesetzt. Damit wird nun eine Stromturbine angetrieben.

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Fotovoltaik - BürgerInnen Solarkraftwerke

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BürgerInnen Solarkraftwerk Liesing
Prinzip der BürgerInnen Solarkraftwerke

Laut Solarpotenzialkataster der Stadt Wien sind mehr als die Hälfte der Wiener Dachflächen so zu Sonne geneigt, dass sie sich für eine solarenergetische Nutzung eignen. Der deutliche Preisrückgang von Fotovoltaikanlagen um mehr als 60% seit 2006 ermöglicht nun die verstärkte Nutzung dieser Technologie. Langfristig kann Fotovoltaik einen nennenswerten Beitrag zur Stromversorgung in Ballungsgebieten wie Wien leisten.

Dementsprechend werden von Wien Energie größere Fotovoltaikprojekte in Angriff genommen. So errichtet Wien Energie seit 2012 sogenannte BürgerInnen Solarkraftwerke und auch Bürgerinnen-Windkraftwerke. Die Finanzierung der Anlagen erfolgt über Beteiligungen von BürgerInnen als Investoren. Um möglichst vielen BürgerInnen einen Einstieg zu ermöglichen, ist die Mindestbeteiligung mit einem Paneel zu 950 Euro angesetzt. Die maximale Beteiligung beträgt 10 Paneele je Projekt. Die Nachfrage ist weiterhin sehr groß, so dass die bislang errichteten Solarkraftwerke binnen kürzester Zeit „ausverkauft“ waren.

Mehr unter www.buergerkraftwerke.at

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Fotovoltaik - Neue Geschäftsmöglichkeiten für EigentümerInnen von Immobilien

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Wien Energie bietet EigentümerInnen von Grundstücken und Dachflächen mehrere Dienstleistungen und Geschäftsmöglichkeiten an um Fotovoltaikanlagen zu errichten. Die BesitzerInnen von geeigneten Immobilien können

  • Eine Fotovoltaikanlage von Wien Energie pachten
  • Eine Fotovoltaikanlage von Wien Energie kaufen
  • ihre freie Fläche an Wien Energie verpachten

Die KundInnen können den von den Anlagen erzeugten Strom für den Eigenbedarf nutzen oder ihn ins Netz einspeisen. Wien Energie strebt an, auf diesem Weg bis zum Jahr 2020 eine Fotovoltaik-Kapazität von 70 MWp zu errichten.

Die aktuellen SolarKraft Angebote finden Sie auf www.wienenergie.at.

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Solarthermie

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Auch zur Deckung des Bedarfs an Warmwasser und Raumwärme können erneuerbare Energieträger einen Beitrag leisten. Thermische Sonnenkollektoren sind insbesondere für die Warmwassererzeugung (Solarthermie) interessant und amortisieren sich langfristig. Beispielsweise hat Wien Energie im 14. Bezirk auf einer Fläche von insgesamt 280 Quadratmetern 200 neue Dachgeschosswohnungen mit Sonnenkollektoren ausgestattet. Diese decken rund zwei Drittel des Warmwasserbedarfs ab. Für den Rest sorgt ein effizientes Erdgas-Brennwertgerät, das zugleich Heizwärme liefert.

Die Wiener Linien betreiben auf einigen Betriebsgebäuden Solarthermieanlagen.

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Biogas

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Im Rahmen des Projektes Bioenergy 2020+ hat sich Wien Energie an der Errichtung einer Pilotanlage zur Netzeinspeisung von Biogas beteiligt. In der Pilot-Biogasanlage in Bruck/Leitha wird seit 2007 Rohbiogas auf Erdgasqualität gereinigt und in das Gasnetz eingespeist. Mehr Informationen zum Energiepark Bruck an der Leitha finden Sie hier.

In einer Studie wurde das Biomethanpotenzial im Gebiet des Verteilernetzes der Wiener Netze ermittelt. Ergebnis ist, dass biogene Abfälle und Klärschlämme aus dem Stadtgebiet das größte Biomethanpotenzial darstellen.

Um auch in Wien Biogas in das Gasnetz einzuspeisen wurde 2014/15 von Facilitycomfort und der WKU in der Biogasanlage Wien-Pfaffenau eine Biogasaufbereitungsanlage gebaut. In dieser Anlage werden unerwünschte Bestandteile aus dem Biogas entfernt und anschließend Kohlendioxid durch ein modernes Membrantrennverfahren abgetrennt. So wird kostengünstig ein hoher Methangehalt (99%) erreicht. Nach Kompression auf bis zu 70 bar (Einspeisedruck) wird das so erzeugte „Biomethan“ ins Wiener Gasnetz eingespeist. Der Vorteil dabei ist, dass die exergetische Ausbeute mit dem neuen Verfahren viel höher ist und damit auch der erneuerbare Anteil im Gasnetz (wenn auch unmerklich) erhöht wird. 

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Biogas-Tarife

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Da nun in Simmering (Biogasanlage Pfaffenau) und in Bruck an der Leitha inzwischen nennenswerte Mengen an Biogas in das Gasnetz eingespeist werden, bietet Wien Energie seit 2015 zwei Biogas-Tarife an. Optima Biogas 100 basiert auf 100 Prozent Bio-Methan und ermöglicht so eine klimaneutrale Wärmeversorgung. OPTIMA Biogas 20 ist eine Mischung aus 80 Prozent Erdgas und 20 Prozent Bio-Methan.

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