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Ein Großteil der CO2-Emissionen durch die Wiener Stadtwerke entsteht bei der Energieerzeugung. Deshalb arbeiten wir in diesem Bereich besonders engagiert an Minderungsmaßnahmen – indem wir die Effizienz unserer Kraftwerke steigern und zunehmend auf erneuerbare Energien setzen.

Unsere Klimabilanz

Die weitaus meisten klimarelevanten CO2-Emissionen der Wiener Stadtwerke – weit über 90 % – entstehen bei der Energieerzeugung und -bereitstellung (ohne Zukauf von Strom). Unsere Klimabilanz zeigt die CO2-Emissionen der verschiedenen Geschäftsbereiche in Tonnen pro Jahr:

CO2-Emissionen 

2014

+/-

2013

+/-

2012

+/-

2011

Strom- und Wärmeerzeugung (t)2.573.067+20%2.133.230-14%2.469.811-20%3.089.631
Fuhrpark*(t)54.662+9%50.179-2%51.304-3%52.939

Gebäude und sonstige Anlagen: Gebäudeheizung, Betriebsverbrauch, Erdgas (t)

8.490+50%5.649-7,3%6.092-10%6.802
CO2-Emissionen gesamt (t)
2.636.219
+20%
2.189.058-13%2.527.207-20%3.149.372

*) Wie alle Werte dieser Tabelle nur direkte Emissionen. Fahrzeuge mit Elektroantrieb (U-Bahn, Tram) sind somit nicht einbezogen. In der Kennzahl enthalten sind die Emissionen der ÖPNV-Busse sowie der Betriebsfahrzeuge (konzernweit) wie z.B. Transporter und PKW.

Unser Handlungsspielraum für Klimaschutz

Die Schwankungen bei den auf ein (Wirtschafts-)Jahr bezogenen CO2-Emissionen sind in der Regel auf die Entwicklung der witterungsabhängigen Wärmenachfrage und die Preise an den Strombörsen zurückzuführen. Die kalorischen Kraftwerke des Konzernbereichs Wien Energie erzeugen mittels Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Strom als auch Fernwärme. Dabei ist eine große Flexibilität vorhanden und in weiten Bereichen können der Strom- und Wärmebedarf unabhängig voneinander abgedeckt werden.

Für die Zunahme der CO2-Emissionen zwischen 2009 und 2010 ist vor allem die gestiegene Eigenproduktion verantwortlich. Hier wirkt sich insbesondere Inbetriebnahme des Kraftwerks Simmering 1 aus. Dieses Kraftwerk wurde 2007-2009 modernisiert und in der Kapazität deutlich erweitert. Die Abnahme der Treibhausgasemissionen seit 2011 ist auf einen marktbedingten Rückgang der Stromerzeugung in unseren gasbefeuerten KWK-Anlagen zurückzuführen.

Unsere wesentlichen Einflussmöglichkeiten sehen wir daher weniger in der operativen Steuerung unserer Kraftwerke, sondern vielmehr in zielgerichteten Investitionen. Nach Repowering (Erneuerung mit Leistungssteigerung) des Kraftwerks Simmering I mit Kraft-Wärme-Kopplung geht es insbesondere um Investitionen in:

  • erneuerbare Energieerzeugung
  • verlustarme Energieübertragung wie z.B. die 380-kV-Verbindung zwischen dem Umspannwerk Simmering und dem Umspannwerk Südost; der positive Bau- und Betriebsbewilligungsbescheid nach dem Wiener Starkstromwegegesetz erlangte am 8. Jänner 2014 Rechtskraft. Mehr Informationen zum 380-kV-Sicherheitsring auf der Website von Wien Energie.
  • den ÖPNV

Natürlich sehen wir uns auch selbst gefordert, in unseren eigenen Bereichen Energie einzusparen. Unsere diesbezüglichen Ziele und Maßnahmen finden Sie im Nachhaltigkeitsprogramm.