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Für saubere Luft sorgen

In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Luftqualität von Wien erheblich verbessert werden, auch dank des Beitrags der Wiener Stadtwerke. Hierzu zählen die Verbesserung der Abgasreinigung unserer Kraftwerke und Müllverbrennungsanlagen, die Umstellung von Kohleheizungen auf Fernwärme und Gas und der Anschluss neuer Stadtgebiete an die Fernwärmeversorgung wie auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsangebots.

Wien ist – auch aufgrund der Leistungen der Wiener Stadtwerke – eine Metropole mit höchster Lebensqualität und hat in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge in der Luftreinhaltung erzielt.

Allerdings gibt es immer noch zwei Schadstoffgruppen, die die Qualität der Außenluft in Wien beeinträchtigen: Feinstaub (PM) und Stickoxide (NOx). Diese Emissionen entstehen im Wesentlichen durch Verbrennungsprozesse, insbesondere im Verkehr, bei der Raumheizung und in Kraftwerken. Somit wird ein Teil der Emissionen auch von den Wiener Stadtwerken in den Geschäftsbereichen Energieerzeugung und öffentlicher Verkehr erzeugt. Insgesamt tragen die Dienstleistungen der Wiener Stadtwerke jedoch deutlich zur Senkung dieser Emissionen bei.

Öffentliche Verkehrsmittel senken die Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden

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Wie in vielen Großstädten ist auch in Wien der Straßenverkehr die mit Abstand größte Quelle für Feinstaub und Stickoxide. Durch den kontinuierlichen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und Verkehrsmittelangebotes tragen die Wiener Stadtwerke erheblich zur Begrenzung dieses Problems bei. Schon heute vermeidet allein das U-Bahn-Netz mehr als 22 Prozent des Pkw-Verkehrs – was rechnerisch eine Entlastung um 50 Tonnen Feinstaub und 453 Tonnen Stickoxide pro Jahr bedeutet.

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Emissionen der ÖPNV-Busse

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Nach 1963 hatten die Wiener Linien ihre Busflotte nach und nach auf Flüssiggas (LPG) – nicht zu verwechseln mit Erdgas (CNG) – umgestellt, da diese Antriebstechnologie damals im Vergleich zu Diesel wesentlich umweltfreundlicher war (Ruß, Stickoxide). Die Flüssiggas-Technologie, die lange Zeit Vorreiter in Sachen Umweltschutz war, hat sich jedoch am internationalen Markt nicht durchgesetzt. Und auch der neuesten Abgasnorm Euro VI, die 2014 in Kraft getreten ist, kann der Flüssiggas-Antrieb nicht mehr entsprechen.

Vor diesem Hintergrund erfolgt nun eine sukzessive Umstellung auf moderne Dieselbusse und Elektrofahrzeuge. Seit 2013 werden die Innenstadt-Linien mit Batteriebussen betrieben und für die Linie 4A wurden 6 Hybridnormalbusse beschafft. Bis 2016 werden 75 Normalbusse (EURO VI) und 142 Gelenkbusse (EURO VI) beschafft, sodass dann die Hälfte der Linienbusse erneuert ist.

Auch beim internen Fuhrpark wollen die Wiener Stadtwerke zur Emissionssenkung beitragen, indem die Pkw-Flotte auf Erdgasautos umgestellt wird. Der Fuhrpark von Wien Energie umfasst über 500 Erdgasfahrzeuge und ist damit die größte Erdgasflotte in Österreich.

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Emissionseinsparung durch Fernwärme

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Nach dem Straßenverkehr sind die Heizungsanlagen zur Bereitstellung von Raumwärme die zweitgrößte Quelle für Feinstaub und Stickoxide in Wien. Hier wirkt sich der Ausbau der Fernwärme positiv aus, denn durch die Nutzung von Fernwärme entstehen keine zusätzlichen Feinstaubemissionen. Derzeit beträgt der Marktanteil von der Fernwärme rund 36 Prozent.

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Luftreinhaltung bei der Energieerzeugung

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Auch Kraftwerke setzen – ja nach Brennstoff und Abgasreinigungsstandard mehr oder weniger viel – Feinstaub, Stickoxide und weitere Luftschadstoffe frei. Im Vergleich zu den oben genannten Emittenten (Verkehr, Raumwärme) ist der Anteil unserer Erzeugungsanlagen an Luftschadstoffemissionen in Wien aufgrund fortgeschrittener technologischer Entwicklungen inzwischen recht gering ist. So sind in den letzten 25 Jahren alle kalorischen Kraftwerke in Wien mit ausgeklügelter Filtertechnik ausgestattet worden. Seither ist der Ausstoß an Schwefeldioxid (SO2) um 99 % und an Stickoxiden (NOx) um 87 % gesunken.

Emissionen Luftschadstoffe der Strom- und Wärmeerzeugung (Wien Energie)

Schadstoffemissionen
2014+/-2013+/-

2012

+/-

2011

Stickoxide (NOx) (t)486-7%521-21%663-43%1.155
Schwefeldioxid (SO2) (t)133+269,5%36-40%60-28%83
Feinstaub (PM10) (t)0,01-76%0,03-97%0,9-73%3,3

Die jährliche Höhe der NOx- und SO2-Emissionen variiert im Wesentlichen mit der Produktion und der Fahrweise des Kraftwerksparks.

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