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Hohe Versorgungssicherheit

In Wien braucht man kein Auto – dank der gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmittel. Um ein flächendeckendes Angebot an Verkehrsdienstleistungen zu gewährleisten, bauen die Wiener Linien das Streckennetz kontinuierlich aus und verdichten die Intervalle auf zahlreichen Linien. Beim Öffentlichen Verkehr lässt sich das vor allem am Erschließungsgrad und der Erreichbarkeit, aber auch anhand der Verlässlichkeit und der Anschluss-Sicherheit feststellen.

Erschließungsgrad

Der Erschließungsgrad bzw. die Erreichbarkeit des Öffentlichen Verkehrs in Wien ist besonders hoch. Etwa 97% der WienerInnen wohnen im Einzugsgebiet einer Haltestelle. Das heißt, die Entfernung vom Wohnort zur nächsten U-/S-Bahn-Station beträgt maximal 500 m bzw. zu einer sonstigen Öffi-Haltestelle maximal 300 m. Auch lassen sich fast alle Ziele im Versorgungsgebiet bequem mit U-Bahn, Straßenbahn und Bus erreichen. So liegen beispielsweise knapp 99% aller Bildungseinrichtungen und gut 96% aller Arbeitsplätze in der Nähe einer Haltestelle.

Verdichtung der Intervalle

Um die hohe Qualität der Öffis in Wien auch in einer wachsenden Stadt beizubehalten, nehmen die Wiener Linien bei stark frequentierten Linien immer wieder Intervallverdichtungen vor. Beispielsweise wurden 2014 die Intervalle für die U6 und die Linien 43, 44 und 11B verdichtet. Die U6 verkehrt jetzt zur Hauptverkehrszeit zwischen 6:30 und 9:00 Uhr alle 2,5 Minuten, was einer Erhöhung der Kapazität um 20 Prozent entspricht. Allerdings sind die U6 und manche weitere Linien inzwischen an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Daher muss auch der Ausbau fortgesetzt werden (siehe unten).

Nachtbetrieb

Seit 2010 ist die Wiener U-Bahn im gesamten Netz in den Nächten von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag bzw. vor Feiertagen durchgehend 24 Stunden unterwegs. Dieses zusätzliche Angebot wird, mit durchschnittlich über 58.000 Fahrgästen pro Nacht, von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Bereits 1986 wurde als Ergänzung zum regulären Linienverkehr das Nachtautobusnetz NightLine eingeführt, um die Versorgung mit öffentlichen Transportmitteln außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu verbessern. Seit 1997 bieten wir zusätzlich für Zeiten bzw. Gebiete mit geringerer Nachfrage das Anruf-Sammel-Taxi (ASTAX) an.

Ausbau des Wiener Öffi-Netzes

Nach Berechnungen der TU Wien werden die Wiener Linien bis zum Jahr 2030 rund 130 Millionen Fahrgäste mehr als im Jahr 2012 (907 Millionen Fahrgäste) zu befördern haben – 100 Millionen innerhalb Wiens und weitere 30 Millionen aus dem Wiener Umland. Das wären dann über eine Milliarde Fahrgäste im Jahr. Mit dem derzeitigen Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist dies nicht zu bewältigen. Um alle Fahrgäste auch in Zukunft sicher und schnell ans Ziel zu bringen, wird das vorhandene Öffi-Netz bereits in den nächsten Jahren massiv ausgebaut und modernisiert.

Schon heute investieren die Wiener Stadtwerke in innovative Lösungen für die Mobilität der Zukunft. So wurden in den vergangenen Jahren große Bauvorhaben wie die U2 Nord-Verlängerung von der Station Aspernstraße zur Seestadt weitestgehend fertiggestellt.

In den Jahren 2015 bis 2019 werden die Wiener Linien knapp zwei Milliarden Euro in den Ausbau und die Qualitätssicherung des öffentlichen Verkehrsangebots in Wien investieren. Genau dort, wo es aus Sicht der Stadtentwicklung notwendig ist. Im Stadtentwicklungsplan 2025 (STEP 2025) wird dies so formuliert: „Die hohe Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs in Wien hat wesentlich zur hohen KundInnenzufriedenheit und zum massiven Anstieg der Fahrgastzahlen beigetragen. Mit den Modernisierungsmaßnahmen für die U-Bahnlinien U4 (Projekt NEU4) und die U6 wird die Zuverlässigkeit weiter gestärkt. [...] Folgende Projekte haben erste Priorität:

  • Verlängerung der U1 nach Oberlaa (bis Herbst 2017)
  • Modernisierung U4 und U6 (bis Ende 2020)
  • Linienkreuz Rathaus-U2/U5: neue U5 nach Hernals (Elterleinplatz) und U2-Verlängerung in den Bereich Wienerberg.”

Detaillierte Angaben zu diesen Bauvorhaben finden Sie hier (pdf, Stand 2015).