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Wasserversorgung in Wien

Wien hat zwar das Glück, dass für die Stadt aufgrund ihrer geographischen Lage bereits vor 100 Jahren mit der Hochwasserleitung ein System errichtet werden konnte, das eine eigene kostengünstige Versorgung mit qualitativ hochwertigem Wasser ermöglichte.

Dennoch ist der Wasserverbrauch in Wien mittlerweile so stark gestiegen, dass zusätzlich Grundwasser zur Wasserversorgung mit herangezogen werden muss. Daher ergreifen auch wir immer wieder Maßnahmen, um unseren Wasserverbrauch zu reduzieren.

Wasserbilanz der Wiener Stadtwerke

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Vor allem für die Kühlung unserer Kraftwerke benötigen wir große Mengen an Flusswasser. Dieses entnehmen wir dem Donaukanal bzw. der Donau. Das Flusswasser wird gereinigt, zur Kühlung eingesetzt und anschließend wieder in den Fluss zurückgeleitet. Dabei halten wir selbstverständlich die vorgeschriebenen Grenzwerte ein.

Das für die Kraftwerkskühlung aus der Donau entnommene Wasser hat mit 99 Prozent den mit Abstand größten Anteil an unseren gesamten Wasserentnahmen. Dies verdeutlicht die Frischwasserbilanz der vergangenen Jahre. Die in den Fluss zurückgeleiteten Wassermengen sind hier nicht als Abwasser aufgeführt.

Bei den in der Wasserbilanz aufgeführten Brunnen handelt es sich vor allem um betriebseigene Brunnen von Wien Energie. Ein Teil der Brunnen dient der Sanierung von Altlasten an den Standorten Leopoldau und Simmering. Auch die Wiener Linien benutzen in geringem Umfang Frischwasser aus betriebseigenen Brunnen. Das in den Verwaltungsgebäuden der Wiener Stadtwerke und den Werkstätten der Wiener Linien eingesetzte Wasser stammt dagegen überwiegend aus dem öffentlichen Netz.

Wasser
2014+/-2013+/-

2012

+/-

2011

Wasserentnahme Brunnen (1000m3)1.749-47%3.301+1%3.260+0,4%3.247
Wasserentnahme Netz (1000m3)999+13%884-14%1.027-4%1.071
Flusswasser (Kühlwasser) (1000m3)139.372-3%143.059-25%189.926-21%239.903
Abwasser in Kanalisation (1000m3)284+13%251-16%280-12%319
Abwasser Direkteinleitung (1000m3)480-22%616-10%680+63%417

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Wassersparmaßnahmen

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Wir bemühen uns, durch eine ganze Reihe von Maßnahmen unsere Wasserentnahmen sowie den Abwasseranfall so gering wie möglich zu halten. Beispielhaft seien hier folgende Maßnahmen genannt:

Die Wiener Linien setzen beispielsweise auf den Einsatz von Wasserspararmaturen und ebenso wie die Wiener Netze auf wasserlose Urinale. Rund die Hälfte aller Waschanlagen für Busse und Bahnen sind mit Wasseraufbereitungsanlagen ausgestattet und künftig sollen alle Waschanlagen umgerüstet werden.

Die Friedhöfe Wien konnten ihren Wasserverbrauch am Friedhof Südwest durch den Einsatz von Kugelventilen in den Gießbrausen der Friedhofsgärtnerei deutlich verringern und wollen diese Maßnahme deshalb in allen Gärtnereien umsetzen.

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