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Klimaschutzaktivitäten in Wien

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Bereits vor der Verabschiedung der nationalen Klimastrategie hat die Stadt Wien im Jahr 1999 ihr erstes Klimaschutzprogramm KliP für den Zeitraum bis 2009 verabschiedet. In der Fortschreibung des Wiener Klimaschutzprogramms (KliP II) wurden die Ziele und Maßnahmen bis 2020 beschlossen. Bei diesem Programm tragen die Wiener Stadtwerke als regionaler Versorger eine ganz besondere Verantwortung.

Im KliP II hat sich die Stadt Wien das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2020 die Treibhausgasemissionen pro Kopf um 21 Prozent zu senken (Basisjahr 1990). Mit den geplanten Maßnahmen sollen im Zeitraum 2009 bis 2020 jährlich 1,4 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden werden. Das Klimaschutzprogramm zum Download finden Sie hier.

 

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Ziele der Smart City Wien Rahmenstrategie

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Die 2014 beschlossene Smart City Wien Rahmenstrategie enthält darüber hinaus anspruchsvolle mittel- und langfristige Zielsetzungen im Bereich Energie.

Langfristige Ziele für Wien

  • Reduktion der CO2-Emissionen von 3,1 Tonnen pro Kopf auf eine Tonne pro Kopf bis 2050.
  • Reduktion des Primärenergieverbrauchs pro Kopf von 3.000 auf 2.000 Watt bis 2050.
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoenergieverbrauch auf 50% bis 2050.

 

Zwischenziele für Wien

  • Senkung der CO2-Emissionen pro Kopf um 35 % bis 2030 (im Vergleich zu 1990).
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoenergieverbrauch auf  20% bis 2030.

Laut Smart City Wien Rahmenstrategie liegt bei der Weiterentwicklung des Wiener Energiesystems das Hauptaugenmerk auf einer starken Nutzung lokaler erneuerbarer Ressourcen und Abwärme sowohl für Wärme als auch für Strom. Die Erschließung und Entwicklung erneuerbarer Energieträger (z. B. Tiefengeothermie) für das Fernwärmesystem sowie die beträchtlichen Potenziale von Oberflächengeothermie (bis 300 m Tiefe) und von Solarenergie sind von großer Bedeutung für die Zielerreichung. Nähere Details zum Ausbau der erneuerbaren Energien bei den Wiener Stadtwerken finden Sie auf unserer Seite Erneuerbare Energien.

Mehr Informationen der Stadt Wien sowie einen Downloadlink zur Smart City Rahmenstrategie finden Sie hier.

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Senkung des Energieverbrauchs

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Weitere wesentliche Handlungsfelder beziehen sich auf die Senkung des Energieverbrauchs – zum Beispiel durch umweltfreundliches Bauen und nachträgliche Wärmedämmung. Momentan wird über ein Drittel des Energieverbrauches (Energetischer Endenergieverbrauch) in Wien für Raumwärme aufgewendet. Und zugleich zeichnet sich ab, dass es bei Wärme auch langfristig schwierig sein wird, eine komplett CO2 -freie Lösung zu realisieren: Es ist also elementar, bei der thermischen Sanierung, insbesondere bei der Dämmung, anzusetzen. Die Wiener Stadtwerke tragen zur Senkung des Energieverbrauchs unter anderem dadurch bei, dass sie immer mehr Wohnungen an die Fernwärmeversorgung anschließen und ihren KundInnen helfen, mittels Contracting noch mehr Energie zu sparen. Mehr dazu hier.

Ein wesentlicher Handlungsbereich bei der Einsparung von CO2-Emissionen in Wien ist auch der Verkehr. Hier sind die Emissionen in der Vergangenheit am stärksten angestiegen. Das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien versucht, diesem Trend durch eine ganze Reihe von Maßnahmen entgegenzuwirken. Dazu gehört auch die Steigerung des Anteils des öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen. Zwischen 2003 und 2013 konnte dieser Anteil von 34 Prozent auf 39 Prozent angehoben werden. Bis 2020 soll der Anteil auf 40 Prozent steigen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Modal Split.

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Verpflichtung zu Fotovoltaik oder Solarthermie in der Bauordnung

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Die 2014 beschlossene Novelle der Wiener Bauordnung sieht vor, dass Neubauten, mit Ausnahme von Wohngebäuden und Bauwerken, die ausschließlich oder überwiegend Bildungszwecken dienen, mit solaren Energieträgern mit einer Spitzennennleistung von mindestens 1kWp pro 100 m² Bruttogrundfläche auf Gebäudeoberflächen zu errichten sind (§118 Abs. 3b).

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