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Barrieren reduzieren

Barrierefreiheit ist im Zusammenhang mit dem Öffentlichen Verkehr ein wichtiges Thema. Die Wiener Linien nehmen hier in Europa eine Vorreiterrolle ein. Das Unternehmen arbeitet seit über 20 Jahren eng mit Behindertenverbänden und zuständigen Magistratsabteilungen zusammen. Ziel ist es, dass sämtliche Personen mit Handicap selbstbestimmt und ohne fremde Hilfe den öffentlichen Verkehr nutzen können.

Unter dem Motto „Mobilität für alle“ wurden in den letzten Jahren viele Maßnahmen umgesetzt, die nicht nur Menschen mit Behinderung dienen, sondern auch anderen Fahrgästen der Wiener Linien wie z.B. Eltern mit Kinderwagen oder älteren Menschen.

Barrierefreie Stationen

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Barrierefrei im öffentlichen Nahverkehr
Taktile Leitsysteme für Blinde

Alle U-Bahnstationen und Fahrzeuge sowie sämtliche Busse der Wiener Linien sind für Gehbehinderte, RollstuhlfahrerInnen, Kinderwagen etc. barrierefrei zugänglich.

Im Bereich der Straßenbahn sind über 50% aller Fahrzeuge bereits barrierefrei. Die verbleibenden Hochflurstraßenbahnen, die derzeit noch in Betrieb sind, werden sukzessive durch neue und barrierefreie Straßenbahnen ersetzt.

95% der Bushaltestellen verfügen über Bahnsteigkanten für einen stufenfreien Einstieg. Barrierefreiheit ist bei 98% der Aufzüge und 97% der Fahrtreppen bei U-Bahnstationen und Straßenbahn-Haltestellen gegeben.

Für Blinde und Sehbehinderte sind taktile Leitsysteme eine große Hilfe. Taktile Bodeninformationen sind überall dort erforderlich, wo sich blinde und sehbehinderte Menschen nicht mittels vorhandener Orientierungshilfen wie etwa Randsteine, Geländer, Handläufe u. ä. zurechtfinden können. Fast alle U-Bahnstationen sind mit einem taktilen Leitsystem zur besseren Orientierung ausgestattet.

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Weitere Maßnahmen

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In den letzten Jahren haben die Wiener Linien weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit gesetzt, wie:

  • ein barrierefrei konzipierter Internetauftritt wl-barrierefrei.at.
  • MofA (Mobilität für Alle) – ein Zertifizierungsverfahren für barrierefreie Stationen gemeinsam mit ÖBB und TU Wien zur Evaluierung des Status der Barrierefreiheit, das auch als Planungstool verwendet werden kann. Siehe auch Internetseite zu MofA.
  • POPTIS – ein Indoor-Navigationssystem für blinde und schwer sehbehinderte Fahrgäste, zur besseren Orientierung mittels Audioansagen.
  • Die Öffi-App qando, ein Routingsystem zur optimalen Routenwahl, welches die Abfahrtszeiten aller Linien an allen Haltestellen sowie den Umlauf der Niederflurfahrzeuge den Fahrgästen zugänglich macht.
  • Quo Vadis – ein Tool zur Kommunikation zwischen dem Bordrechner der Fahrzeuge und den Mobiltelefonen von RollstuhlfahrerInnen, sehbehinderten und blinden Fahrgästen.


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Multisensuelle Informationsstele

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MUSIP mit Gebärdensprache-Videos, Hörverstärker, Vorlesefunktionen, etc.

Die Wiener Linien haben eine Informationsstele entworfen, die nach dem Mehr-Sinne-Prinzip funktioniert und daher auch für Menschen mit Behinderungen nutzbar ist. Dieser Multisensuelle Informationspunkt (MUSIP) bietet Gebärdensprache-Videos, Hörverstärkeranlagen, Vorlesefunktionen, taktile Planfelder und Tasten zur barrierefreien Bedienung. 2012 wurde ein Prototyp in der U-Bahnstation Hauptbahnhof/Südtirolerplatz aufgestellt, seit 2014 sind zwei weitere Stelen im Einsatz, um sie in der Praxis zu erproben. Die Informationsstelle erhielt inzwischen mehrere Auszeichnungen.

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Barrierefreiheit bei den Wiener Lokalbahnen

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Bei den Wiener Lokalbahnen (WLB) sind bis auf zwei Stationen sowie zwei weitere Bahnsteige in anderen Stationen alle Stationen rollstuhltauglich. 14 der 22 Stationen sind derzeit auch schon barrierefrei für Sehbehinderte (Stand 2015). Bis Ende 2019 sollen alle Bahnhöfe über Blindenleitsysteme verfügen. 2014 wurden die Stationen Möllersdorf und Baden Josefsplatz barrierefrei umgebaut, in den kommenden Jahren folgen die Stationen Neu Guntramsdorf, Pfaffstätten Rennplatz und Traiskirchen Lokalbahn. Der Neubau der Station Baden-Landesklinikum wurde 2014 fertiggestellt, selbstverständlich ist diese moderne Station barrierefrei.

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